AGB

Autorenvereinbarung im Self-Publishing

 

Zwischen

der XY GmbH & Co. KG,

im folgenden Verlegerin

und

Frau/Herrn…,

im folgenden Autor

wird folgender Vertrag geschlossen:

1. Vertragsgegenstand

Der Autor möchte sein Werk mit dem Titel „…“ durch die Verlegerin veröffentlichen.

2. Urheberschaft

Der Autor versichert, dass er Urheber des Werkes und alleine berechtigt ist, über die urheberrechtlichen Nutzungsrechte an seinem Werk zu verfügen, und dass er nichts unternommen hat und unternehmen wird, was der Rechteeinräumung entgegensteht. Er versichert außerdem, dass er Urheberrechte Dritter nicht verletzt. Der Autor stellt die Verlegerin von sämtlichen Ansprüchen frei, die gegen sie wegen Verletzung von Urheberrechten durch die Nutzung des Werkes erhoben werden.

3. Rechteeinräumung

Der Autor räumt der Verlegerin für die Dauer von sechs Monaten ab Vertragsschluss die räumlich und inhaltlich unbeschränkten ausschließlichen Rechte zur Verwertung des Werkes ein. Hiernach ist der Vertrag mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündbar.

Die Rechteeinräumung erstreckt sich auf die Verwertung des Nutzungsrechts im eigenen Verlag, insbesondere auf folgende Rechte:

a) das Recht zur Vervielfältigung und zur Verbreitung des Werkes über alle Handelsformen einschließlich dem Vertrieb des Werkes in Lesezirkeln, in Abonnements sowie zum ganzen oder teilweisen Vorabdruck und Nachdruck des Werkes, zu Werbezwecken, auch als Fortsetzungsabdruck in periodischen oder nicht periodischen Druckwerken, sowie Sammlungen von Werken mehrerer Urheber insbesondere in Broschüren, Taschenbüchern und Heftform,

b) das Recht, das Werk zu bearbeiten und bearbeiten zu lassen, zu verkürzen oder zu verlängern,

c) das Recht zur Vervielfältigung, Verbreitung und öffentlichen Zugänglichmachung von Ausgaben des Werkes oder Teilen davon, die unter Verwendung digitaler Speicher- und Wiedergabemedien hergestellt werden, unabhängig von der technischen Ausstattung (Bild, Bild/Ton und sonstiger Datenträger, z.B. CD-Rom, CD-I, E-Book und sonstiger Formen des Elektronic Publishing),

d) das Recht, das Werk ganz oder teilweise in elektronischen Datenbanken etc. einzuspeisen und zu speichern und mittels digitaler oder anderweitiger Speicher- und Übertragungstechnik einer Vielzahl von Nutzern, insbesondere im Rahmen sogenannter „on demand“-Dienste, zur Verfügung zu stellen, sodass diese das Werk oder Teile davon auf jeweils individuellem Abruf kurzfristig mittels Fernseher, Computer, Smartphone, Tablet und sonstiger Geräte empfangen können inklusive der Möglichkeit einer interaktiven Nutzung des Werkes oder von Teilen davon – i.V.m. anderen Werken – durch den Nutzer,

e) das Recht, das Werk allein oder im Rahmen anderer Werke und Nutzungsformen in körperlicher oder unkörperlicher Form zu archivieren, in Sammlungen und Datenbanken aufzunehmen und Dritten den Zugang zu dem Werg zu gestatten (zum Beispiel Onlinedienste),

f) das Recht der Übersetzung des Werkes in andere Sprachen und die Auswertung dieser Sprachfassung nach allen vertragsgegenständlichen Nutzungsarten, sowie das Recht zur Bearbeitung oder sonstigen Umgestaltung des Werkes, einschließlich Blindenschrift.

4. Pflichten des Autors

Der Autor stellt der Verlegerin das Werk auf seine Kosten für den Vertrieb zur Verfügung in einem üblichen elektronischen Dateiformat. Die elektronische Datei ist frei von Viren, Würmern oder anderen möglichen schädlichen oder Störungen hervorrufenden Codes (Malware) zu liefern. Der Autor hat keinen Anspruch auf Rücksendung der überlassenen Dateien.

Der Autor versichert, dass das Werk frei von diskriminierenden, rassistischen, nationalsozialistischen, jugendgefährdenden, sexistischen oder sonstigen, nicht durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckten Inhalten ist und stellt die Verlegerin von sämtlichen gegen diese erhobenen Ansprüchen wegen Verletzung der vorgenannten Verpflichtung frei, und zwar unabhängig von der Ausübung der der Verlegerin diesbezüglich in Ziffer 6. eingeräumten Prüfungsrechte.

5. Rechte des Autors

Der Autor hat das Recht, das Werk selbst mit einem Cover, mit eigenen Meta-Daten und in einem als E-Book oder als Print on demand geeigneten Format der Verlegerin für den Vertrieb zur Verfügung zu stellen. Er kann allerdings auch die Verlegerin hiermit betrauen. Gestaltet der Autor das Cover selbst, räumt er der Verlegerin ein begründungsfreies Ablehnungsrecht ein und befreit sie von der Haftung für Art und Inhalt der Gestaltung.

6.Rechte der Verlegerin

Der Autor räumt der Verlegerin das Recht zur Qualitätsprüfung des Werkes ein. Diese Prüfung umfasst weder Lektorat noch Korrektorat. Die Qualitätsprüfung erfolgt nach folgenden Kriterien:

– Aufdeckung strafrechtlich bedenklicher Inhalte

– Aufdeckung diskriminierender Inhalte, die nicht von dem Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sind

– Vermeidung von Duplikaten (identische Titel, die bereits mit anderer ISBN in der Datenbank der Verlegerin vorhanden sind)

– Vermeidung gemeinfreier Inhalte ohne Eigenanteil des Autors

– Vermeidung von Titeln, die rein als Werbemaßnahme dienen und keinen inhaltlichen Eigenwert besitzen.

Trifft eines der genannten Kriterien zu, wird die Veröffentlichung abgelehnt. Im Übrigen behält sich die Verlegerin das Recht vor, eine Veröffentlichung ohne die Angabe von Gründen und nach eigenem Ermessen abzulehnen.

Der Autor bleibt für die Qualität des Werkes, seine Inhalte und Metadaten selbst und ausschließlich verantwortlich. Die Qualitätsprüfung entbindet den Autor nicht von seinen Verpflichtungen gemäß dieses Vertrages und als Autor.

Die Verlegerin hat das Recht, nach Vertragsende sämtliche Restbestände der aus dem Vertrag bis dahin entstandenen Exemplare/Erscheinungen zu verwerten.

7. Pflichten der Verlegerin

Die Verlegerin übernimmt die Verbreitung des Werkes auf eigene Kosten und nach eigenem Ermessen. Zur Verwertung der sonstigen mit diesem Vertrag eingeräumten Rechten ist sie nicht verpflichtet. Erscheinungsformen (gegebenenfalls begrenzt durch die Wahl des Covers durch den Autor gemäß Ziffer 5.), Preis und Erscheinungstermin des Werkes werden von der Verlegerin bestimmt. Die Verlegerin behält sich die Festlegung des endgültigen Titels, Textänderungen und Kürzungen vor. Ausstattung und Bewerbung liegen im Ermessen der Verlegerin. Wünsche des Autors sollen möglichst berücksichtigt werden. In der Regel soll der erste Erscheinungstermin nicht länger als sechs Monate nach Vertragsschluss liegen.

8. Vergütung

Die Verlegerin zahlt dem Autor für die in Ziffer 2. genannten Rechte 70 % der Nettoumsätze des Vertriebs.

Der Autor erhält von der Verlegerin zu Beginn des Folgemonats einen Bericht über die Umsätze des Vormonats.

Die Abrechnung über die Vergütung erfolgt quartalsmäßig. Die Auszahlung erfolgt auf ein vom Autor zu benennendes Konto.

Für die Erstellung des Covers werden als Vergütung … berechnet, für die Erstellung des E-Book- und Print on Demand- Formats werden … berechnet.

9. Schlussbestimmungen

Dieser Vertrag enthält alle Vereinbarungen der Parteien; Änderungen und Ergänzungen dieser Vereinbarung bedürfen der Schriftform, mündliche Nebenabreden behalten jedoch Vorrang.

Sollten Teile dieses Vertrages rechtlich unwirksam sein oder werden, so bleiben die restlichen Bestimmungen hiervon unberührt.