Jäger der Finsternis

Jäger der Finsternis

Jäger der Finsternis – Cathbad der Zauberer

Die Autorin Rhya Wulf hat mit “Jäger der Finsternis” einen mystischen und packenden Fantasyroman veröffentlicht. 

Rhya Wulf wurde in Bremen geboren und ist von Beruf Volljuristin und Psychologin. Schon seit frühester Kindheit fühlte sie sich von den verschiedensten Mythologien und insbesondere der keltischen Götter- und Sagenwelt angezogen. Ergänzt wurde dies durch eine Faszination für Helden, welche psychologisch relevante Schwächen aufweisen, die aber gleichzeitig durch erstaunliche Stärken ausgeglichen, kompensiert oder ergänzt werden. Mit der Zeit entstand der erste Teil einer Trilogie, die genau so einen Helden thematisiert: Cathbad der Zauberer. Rhya lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Stadt in der Nähe von Bremen.

Autoren-Steckbrief

Woher nimmst Du die Motivation zum Schreiben? Was treibt Dich an?

Bücher und das Lesen habe ich schon als Kind sehr gemocht, wobei meine Favoriten schon immer Fantasy, Mythologie und Geschichte waren und sind. Ich muss dazu erwähnen, dass Freunde, mein Mann und ich seit langen Jahren zusammen Fantasy- Rollenspiele (pen and paper) spielen. In all der Zeit habe ich zig Bücher gelesen und zig „Helden“ im Spiel gespielt. Irgendwann ist mir aufgegangen, dass die Hauptfiguren meiner favorisierten Bücher zwar „meine“ Hauptfiguren waren, aber bedauerlicherweise im „falschen“ Genre ihre Heldentaten vollbrachten. Beispiele: Nero Wolfe und Archie Goodwin im Krimi, ebenso wie Sherlock Holmes und Dr. Watson. Diese Paarungen faszinierten mich und tun es bis heute. Allerdings mochte ich nur jene Figuren, aber nicht so sehr das drum herum, das ich quasi notgedrungen mitgelesen habe. Eine weitere Erkenntnis war diese: Mir gefallen Helden, die Macken und Schwächen haben, glatte, perfekt aussehende Superhelden konnten mich nie faszinieren, haben mich eher abgestoßen. Und so blieb folgende Erkenntnis: Meine Helden sollten idealerweise interessante – vor allem psychologisch relevante – Schwächen aufweisen, die aber gleichzeitig durch erstaunliche Stärken ausgeglichen, kompensiert oder ergänzt werden. Tatsächlich habe ich im Rollenspiel genau solche Figuren entwickelt und gespielt, was sehr viel Spaß macht. Letztlich habe ich aber festgestellt, dass es Helden, wie die in meinem Manuskript in der Form und in diesem Kontext nicht gibt. Weil ich aber unbedingt will, dass es so etwas gibt,  habe ich beschlossen, sie selbst zu erfinden, ähnlich wie beim Rollenspiel, aber in ausführlicher Schriftform.

Warum sollten die LeserInnen ausgerechnet Deine Werke lesen?

Mir ist klar, dass eine Heldenfigur wie Cathbad nicht eben leicht zu schlucken ist, aber genau das macht doch- jedenfalls meiner Meinung nach- den Reiz aus. Die Entwicklung, die er macht, ist spannend und ich denke, mit dieser Meinung bin ich nicht allein. Natürlich ist er mit seinen vielen Schwächen und Stärken überhöht, aber genau das soll er auch sein, die Gründe dafür allerdings werden hier nicht verraten, das muss der Leser selbst herausfinden. In jedem Fall darf es hier gerne mal etwas extremer werden.

Glatte, nette Helden braucht im Zeitalter von Marvel und deren durchaus ambivalenten aber erfolgreichen Helden niemand mehr. Zudem ist der Kontext, also der mythologische Hintergrund hierzulande eher unbekannt. Die Leute kennen die beiden bekanntesten Kelten, nämlich Asterix und Obelix, aber das war es dann auch schon. Hinzu kommt, dass die jeweiligen Mythologien, also Festland und Insel sich signifikant unterscheiden. Die Gottheiten, die ich benenne, z.B. Aengus, der für die Liebe steht, Lugh, der Sonnengott, Dian Cecht, der Heiler und nicht zuletzt die alles umfassende Gottheit namens Dana dürften hierzulande eher unbekannt sein. Daher übrigens auch der Name des Göttervolkes: Tuatha dé Danann, also „Völker der Dana“.

Ich denke, etwas in der Art, in diesem Kontext gibt es noch nicht auf dem Markt und ich stelle mir vor, dass es für Leser/innen interessant sein dürfte, eine neue Welt zu entdecken.

Seit wann bist Du als Autor tätig, und was hat Dich dazu bewegt, Autor zu werden?

An diesem Manuskript habe ich wohl gut sieben Jahre gearbeitet. Es ist mein erster Versuch.

Meine Motivation ist schnell erklärt:

Zum einen entspricht die Glaubenswelt die ich beschreibe meinen eigenen Vorstellungen, da fällt es leicht zu recherchieren und zu schreiben. Weiterhin faszinieren mich die oben genannten Gottheiten und die Entstehung der Welt in diesem Mythos. Offenbar gab es verschiedene Göttervölker, die nacheinander die Welt betraten, teilweise gegeneinander kämpften und wieder verschwanden. Hier gibt es Parallelen zur griechischen Mythologie (Kampf Götter gegen Titanen).

Auch finde es sehr interessant, dass die Entstehung des Menschen einem Volk, das sich Milesier, oder Söhne des Mil nennt, zugeschrieben wird, die nach den Tuatha Dé Danann aufgetaucht sind. Auch hier gab es wieder einen Kampf nach dessen Ende die Dé Dananns den Miliesiern die Erde übergaben mit der Maßgabe sich nicht mehr einzumischen.

Zum anderen gefallen mir Helden mit Schwächen. So einen Helden wie Cathbad habe ich im keltischen, also für mich idealen Kontext auch noch nie gesehen. Da ich aber wollte, dass es so etwas gibt, habe ich beschlossen, ihn einfach selbst zu erfinden. Cathbad, also die mythologische Figur „existiert“ tatsächlich. Also habe ich ihn mir sozusagen geliehen und so verändert, wie es für mich passte. Das funktionierte gut, denn über den „echten“ Cathbad ist nur sehr wenig überliefert. Also habe ich eine Menge „blinder Flecke“ vorgefunden und diese genutzt.

Schreibst Du aktuell an einem neuen Buch, oder planst DU, an einer neuen Idee zu arbeiten?

Das Ganze ist als Dreiteiler angelegt. Die Teile zwei und drei liegen vor. Im Prinzip plane ich noch weitere Abenteuer mit den drei Hauptfiguren, Cathbad, Niam und Laoghaire. Der Mythos und die Sagen geben wahnsinnig viel Stoff her; es mangelt nicht an Gegnern oder neuen Freunden. Alle drei Figuren bieten viel Spielraum für die jeweilige Entwicklung, was die eigentliche Idee darstellt. Abenteuer erleben sie dabei sozusagen noch als Bonus oben drauf.

Hast Du vielleicht einen oder mehrere Tipps, die Du angehenden Autoren mit auf den Weg geben könntest?

Geduld. Man braucht davon eine ganze Menge. Und man muss hinter seiner Idee stehen, zu 100 %. Ganz egal, was das Umfeld davon halten mag, oder wie speziell es ist. Meiner Ansicht nach kann ich nur etwas schreiben, was zu 100 % „ich“ bin, denn nur dann ist es authentisch und glaubhaft.

Wie findest Du das von uns erstellte Cover? Rezension zu unserem Service?

Die Stimmung, die Figuren, die Farben- alles passt ineinander.

Alle Personen, mit denen ich bis jetzt Kontakt hatte sind überaus freundlich, geduldig und vor allem: schnell. Dafür ein herzliches Dankeschön an Frau Clausen und Frau Schön!

 

Den Roman “Jäger der Finsternis” von Rhya Wulf erhältst Du unter: